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Das Bürgermeister-Hintze-Haus

Bildurheber: Uwe Albrecht

Ins Auge fällt hier sofort die massive Sandsteinfassade des Bürgermeister-Hintze-Hauses von 1621. Sie ist aber fast das einzige, was von dem historischen Haus noch erhalten ist, abgesehen von den Seitenwänden aus Backsteinen, die zugleich Brandwände für die Nachbarhäuser bilden.

Das Haus war ursprünglich ein spätgotisches, dreigeschossiges Giebelhaus, dessen Fassade 1621 massiv im Stil der Weser-Renaissance erneuert wurde.
Wegen des schlechten Baugrundes und einer nicht ausreichenden Gründung war das Haus 1930 so baufällig, daß es abgebrochen werden mußte. Nur die sorgfältig dokumentierte Fassade wurde 1932/33 unter Verwendung aller alten Werksteine wiederhergestellt, das vollständig neue Gebäude dahinter aber um etwa ein Drittel in der Tiefe gekürzt.

Bildurheber: Uwe Albrecht

Die Fassade ist stilistisch eng mit dem wenig früher errichteten Bremer Gewerbehaus verwandt. Die Werkstücke sind aus grauweißem Sandstein gearbeitet, die Flächen aus verputztem Backstein. Bemerkenswert sind die sieben Turmaufsätze des abgetreppten Giebels, die Wappen in den Zwickeln des Portals, des Bauherrn Heino Hintze und seiner Ehefrau, sowie die beiden grotesken Masken oberhalb des Portals.

Neben dem Bürgermeister-Hintze-Haus treten die Nachbarhäuser zu Unrecht in den Hintergrund. Das rechte Haus, Wasser West 25, ist ein schlichtes zweigeschossiges Giebelhaus mit nur geringen Vorkragungen der beiden Geschosse. An der Außenwand sind in der Grundstückstiefe noch die gotischen Blendbögen des Hintze-Hauses sichtbar. Auffällig ist die reichverzierte klassizistisch Haustür, in deren Rahmen zwei Maskenkonsolen des 17. Jahrhunderts zu sehen sind.

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