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Rundgang um den Fischmarkt - Teil 3

Bildurheber: Uwe Albrecht

Der Fischmarkt wird zwar seit dem 14. Jahrhundert als Markt bezeichnet, er wurde aber vor allem durch den Hafenbetrieb bestimmt. Vermarktet wurden hier Hökerwaren, Butter, Eier, Fische, Gemüse und andere Lebensmittel.

Ein Kran ist hier seit dem 14. Jahrhundert zu belegen, er wurde aber wiederholt erneuert, dann 1659 im Stadtbrand zerstört. Der 1661 neu errichtete Holztretkran wurde 1898 abgebrochen, weil er inzwischen nutzlos geworden war. Erst 1977 wurde der alte Kran im Rahmen der Altstadtsanierung rekonstruiert, allerdings nur das äußere Gehäuse ohne die Inneneinrichtung. Ein kleines Hafen-Informationszentrum wurde 1999 im Inneren eingerichtet.

Bildurheber: Uwe Albrecht

Die vom Holztretkran, dessen Aufzugsrad von den Kranarbeitern, den "Krantretern" , betrieben wurde, an Land gehobenen Lasten wurden im benachbarten Waagegebäude nach Gewicht versteuert.
Das erste Waagegebäude hatte sich im 13. Jahrhundert noch in der Nähe des Pferdemarktes befunden, wurde dann im 14. Jahrhundert aber zum Fischmarkt verlegt. Das heute erhaltene Gebäude ist aus einer umfassenden Renovierung von 1753 entstanden, ein schlichter zweigeschossiger Fachwerkbau, nur an den Schmalseiten vorgekragt, das hölzerne Dachgesims profiliert.
An Waage und Kran vorbei folgen wir der Rundung des Alten Hafens im Straßenzug Wasser Ost.
Auffallend ist, daß Wasser West und Ost als eine Straße angesehn werden, auf der Westseite die ungeraden, auf der Ostseite die geraden Hausnummern vergeben wurden.
Wegen ihrer Lage unterhalb der Burg wurde die Straße auch "sub castro", "sub urbe" oder "under der Borch" genannt. Auch wenn der Straße, die als einzelne ins Auge fallenden Gebäude fehlen, so weist sie dennoch einen reichen Bestand an Fachwerkhäusern des 17. und frühen 18. Jahrhunderts auf.

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