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Rundgang um den Fischmarkt - Teil 1

Bildurheber: Uwe Albrecht

Am Alten Hafen beginnen wir unseren Stadtrundgang, nachdem wir - von einem der Parkplätze oder Parkhäuser kommend - den Altstadtkern erreicht haben.

Der "Schwedenspeicher" wurde 1692 bis 1705 als Provianthaus der schwedischen Garnison - davon wurde der volkstümliche Name abgeleitet - direkt am Zugang zum Alten Hafen errichtet, nachdem sich das alte Provianthaus bei der Belagerung Stades 1675/76 als unzureichend erwiesen hatte.

Das 41 Meter lange und 16 Meter breite Gebäude wurde zur Wasserseite hin auf etwa 10 Meter langen Pfählen gegründet und auf ein vorhandenes Quadermauerwerk gesetzt.

Die drei Geschosse über dem Erdgeschoß werden von jeweils zwei weitgehend im alten Zustand erhaltenen Holzständerreihen getragen, mit einem Außenmauerwerk aus Backsteinen. Entsprechend dem ursprünglichen Nutzungszweck befindet sich an den Längsseiten je ein Aufzugserker.

Bildurheber: Uwe Albrecht

Der eher schmucklose Bau wird verziert durch das zur Straße gerichtete Sandsteinportal, das von Pilastern, aus der Wand hervortretenden Pfeilern, eingefaßt wird. Der gebrochene Giebel zeigt ein Sandsteinrelief auf einem Postament, eine Kartusche mit dem Monogramm CXII des damals regierenden Königs Karl XII, darüber die Königskrone.

Auffällig im Ziegeldach sind die langgestreckten Lüftungsgauben.

Solange Stade eine Festung war, offiziell bis 1867, praktisch bis 1880/81, wurde der Speicher militärisch genutzt und diente auch nach 1909, als die Stadt das Gebäude erworben hatte, als Lagerraum. Die Frage einer sinnvollen Nutzung dieses einzigartigen Denkmals schwedischer Großmachtzeit wurde lange diskutiert, ehe 1975, auch unter dem Einfluss einer Bürgerinitative, mit der Sanierung begonnen werden konnte. Seit Ende 1977 dient der Speicher seiner neuen Aufgabe als Museum.



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